Elektropop in Eigenregie? Der Aufstieg der One-Man-Bands

Früher war es ganz einfach: Wer Musik machen will, braucht eine Band. Entweder spielte man dort selbst ein Instrument oder man war für den Gesang verantwortlich. Konnte man gar nichts, so scheint es, wurde einem der Bass in die Hand gedrückt – so wie zum Beispiel bei Mötley Crüe, in deren Bandbiographie der Bassist Nikki Sixx ganz offen erzählt, dass er das Bassspielen praktisch auf internationalen Bühnen gelernt hat.

Dank Unmengen an elektronischen Hilfsmitteln ist es aber heutzutage gar nicht mehr nötig, eine Band zu gründen um Musik zu machen. Es reicht eine Software, wie zum Beispiel das kostenlose apple-eigene GarageBand, das mit jedem MacBook ausgeliefert wird – und schon steht einer Karriere als Popmusiker eigentlich fast nichts mehr im Wege. Dabei muss es übrigens kein brandneues MacBook Pro sein – ein macbook air kann refurbished gekauft werden und hat genug Power, um damit Beats zu produzieren. Dass das auch im fortgeschrittenen Alter noch funktionieren kann, zeigt übrigens der anhaltende Erfolg der Sleaford Mods, die letztendlich aus Gesang und Computer bestehen.

Pop wird nahbarer

Formate wie die Tiny Desk Concerts sorgen dafür, dass selbst große Popmusiker wie Adele wieder nahbarer und echter werden. Das bestärkt natürlich den Wunsch vieler, als Musiker einzusteigen – es scheint ja doch so einfach. Ganz nebenbei: Für viele ist Techno keine Option mehr als Einstieg in die Popmusik – wir sind also gespannt, was wir in Zukunft für neue Acts sehen und hören werden!

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